Rieber Roadrunner beim 27. LBS-Nikolauslauf in Tübingen |
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8.12.2002 Tübingen. Der Tübinger Nikolauslauf hat in diesem Jahr eine Runderneuerung erfahren, nachdem er vor zwei Jahren beinahe beerdigt worden wäre. Bereits im Oktober war der von 800 auf 1200 Läufer limitierte Traditionslauf restlos ausgebucht. Bei kühlem Wetter und eisigem Ostwind nahmen die Läuferinnen und Läufer den Saisonabschluß 2002 in Angriff. Mit am Start waren Laufgrößen wie Dieter Baumann, Martin Beckmann und Gudrun De Pay. Ich startete bereits zum vierten Mal über die diesmal stark veränderte Strecke von 21.1 km, die klassische Halbmarathon Distanz. Leider fielen die schwierigen "single trail" Stücke weg, an denen man kaum überholen konnte und die mit ihrem knöcheltiefem Morast den Charakter des Cross-Laufes unterstrichen. Bei der hohen Teilnehmerzahl konnte der Veranstalter Post-SV Tübingen den alten Kurs aber nicht beibehalten. Der Start erfolgt nun nicht mehr unten im Wald, sondern auf der breiten Asphaltstraße zwischen Waldhausen und Bebenhausen. Pünktlich um 10.00 fiel der Startschuß und das Feld begab sich "im freien Fall" in den Wald hinein. Anfangs lies ich mich etwas zu sehr mitreißen und mußte dann bei Kilometer 7 das Tempo ein wenig zurücknehmen. Dann passierte es: die Lauflegende Dieter Baumann, bekleidet mit Laufjacke und roter Nikolausmütze zog in einem Gruppetto aus ca. 10 Läufern locker plauschend an mir vorbei.
Lauflegende Dieter Baumann |
Also war ich die ganze Zeit VOR Baumann – wow! Leider konnte ich nur bis Ende des Gefälles der ersten Runde dranbleiben (km 11) und mußte danach einsehen, daß mein Renntempo nun einmal klar unterhalb des lockeren Trainingstempos eines Dieter Baumann liegt. Aber wo, außer im Laufsport, kann sich ein Freizeitläufer schon mit der Spitzenklasse messen. Einen dieser Freizeitläufer, den Ultra-Marathon Haudegen Jürgen Vietensee, der mir seit Jahren bei in- und ausländischen Läufen begegnet, treffe ich bereits beim Umkleiden in der Geschwister-Scholl-Schule. Der alte Schlawiner hat mich noch beim 100 km Ultra-Marathon in Biel/Schweiz im Juni bei Kilometer 85 glatt stehenlassen und mir bis ins Ziel 25 Minuten abgeknöpft. Wir sprechen davon so in 1:45 über die Strecke zu wollen.
Jürgen, "der Nikolaus", Jg. 45 beim Finish: 1:48:02 sind rund 12km/h, Respekt! Ich komme ganz gut aus der zweiten Runde und profitiere etwas von meiner Streckenkenntnis, als ich auf den letzten vier Kilometern zum Finish ansetze. Da ist allerdings vorne schon alles gelaufen, und der Deutsche Berglaufmeister von 1998, Eckhard Wagner vom LT Mössingen, überquert den Zielstrich.
Sieg in 1:16:34: Eckhard Wagner |
Auch als die schnellste Frau ins Ziel eskortiert wird, bin ich noch rund 10 min unterwegs.
Stephanie Maier, LG-Leinfelden, siegt in 1:21:21. Sie hatte zwei prominente "Pace-Maker": den lokalen Seriensieger Werner Bauknecht und ihren Vereinskameraden
und Freund Martin Beckmann
(mit Mütze). Was, kennen Sie nicht? Beckmann wurde in Berlin deutscher Marathon-Meister 2002. Am Ende des Zielbereichs gib's heißen Tee und Hefezopf. Man trifft alte Bekannte, plaudert mit anderen Teilnehmern und schwört 2003 wieder dabei zu sein. Vielleicht bin ich dann nicht immer der einzige Roadrunner. Für die Mannschaftswertung müßten wir schon zu fünft sein ...(Kontakt: roadrunner@easything.de) |
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Herbert Roos |
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